fischer Highlights

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Der Podcast der Unternehmensgruppe fischer.

Transkript

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00:00:05: Willkommen zu Fischer Highlights, dem Podcast der Unternehmensgruppe Fischer.

00:00:41: Im Engelberg-Tunnel bei Leonberg, einem der meist befahrenen Autobahntunnel Deutschlands waren drei Baubots gleichzeitig aktiv und setzten über neuntausend Bohrlöcher.

00:00:52: Und in Utrecht mitten in einem der größten Stadtentwicklungsprojekte der Niederlande arbeitete sich der Baubot in zwanzig Metern Höhe durch Betondecken – über Kopf präzise und unermüdlich!

00:01:07: Hinter diesem Roboter steht auch unser heutiger Gast.

00:01:10: Es ist Emil Krall.

00:01:12: Er ist Geschäftsführer der Fischer BauBot Services GmbH.

00:01:19: Zuvor war er als BIM-Projektleiter weltweit für Fischer im Einsatz.

00:01:24: Damit bringt er genau die Erfahrung mit, die es braucht um die Digitalisierung auf der Baustelle entscheidend weiterzuentwickeln.

00:01:32: Mein Name ist Wolfgang Pott.

00:01:35: Herzlich willkommen bei Fischer Highlights Herr Krall!

00:01:38: Guten Tag Herr Pott, danke dass ich dabei sein kann.

00:01:41: Ja wir freuen uns auch sehr Herr Krall Sie leiten ein Unternehmen das Roboter auf Baustellen schickt.

00:01:48: Das hört sich so ein bisschen nach Traumjob an.

00:01:50: ist es das auch?

00:01:51: Da ist die Antwort eigentlich ganz einfach nein.

00:01:54: Es konnte nicht mein Traum Job sein weil vor paar Jahren haben wir keine Ahnung gehabt Dass es so früh schon Roboter Auf der Bausteller geben wird und Deswegen kann ich nicht sagen, dass ich über so einen Job geträumt habe.

00:02:09: Aber natürlich hat sich das Gott sei Dank so entwickelt, dass Ich das jetzt machen kann und ich freue mich sehr, Dass ich diese Aufgabe übernehmen konnte Und bei der Revolutionierung von Baustellen dabei sein kann.

00:02:24: Aber wie gesagt, vor zehn Jahren konnte ich mir nicht vorstellen dass wir so schnell schon mit solcher Technologie auf Baustellen unterwegs sein werden.

00:02:34: Ja und auf einmal ist er da der Bau-Bord.

00:02:37: also das ist ja schon unglaublich und auch eine gewisse Revolution auf dem Baustell

00:02:42: Eindeutige Revolution, ich sage auch immer meinen Mitarbeitern.

00:02:46: Wenn unsere Kinder oder Kinder von unseren Kindern dann in den geschichterbüchern technischen Geschichter bücher lesen werden über industrielle erste zweite dritte revolution und da wird sicher auch etwas sein über die revolution auf der baustelle Das

00:03:14: hört sich sehr, sehr spannend an.

00:03:15: Aber wenn man auch mal so ein bisschen in ihre persönliche Historie zurückblickt dann hatten sie bislang ja auch immer ziemlich spannende Jobs.

00:03:23: Sie waren als BIM-Projektleiter weltweit in Fischerprojekte eingebunden.

00:03:27: Können Sie uns einmal genau erzählen was da Ihre Aufgabe war und vor allem auch was BIM bedeutet?

00:03:33: angefangen als Statiker und ich habe Glück gehabt, dass sich mit sehr innovativen Architekten in einem Büro sehr stark vorgetrieben haben noch vor zwanzig Jahren.

00:03:45: Und da habe ich zum ersten Mal erkannt was für Vorteile grundsätzlich BIM bringen kann.

00:03:51: ja damals war es auf der Seite von Planung Und dann, wie ich zu Fischer gekommen bin habe ich gesehen das BIM auch Fischer weiterhelfen kann unseren Kunden bessere Service anzubieten aber auch unsere eigene Prozesse zu verbessern.

00:04:06: Also dass wir effektiver und schneller unseren Kunden bestimmtes Service anbieten können.

00:04:12: Natürlich hat sich das so ergeben.

00:04:14: Ich hab mich mit dem Thema stark beschäftigt und dann wurde ich zum internationalen BIM Manager bei uns.

00:04:24: Was das bedeutet, ich habe oder versucht gemeinsam das BIM groß zu machen.

00:04:30: Und unser Ziel war dass das Prozess sogenanntes BigBim zu erzielen.

00:04:36: Das bedeutet dass wir unseren Kunden helfen das große Bild zu schaffen, dass es möglich ist ein Modell zu haben der durch den ganzen Lebenszyklus von Gebäude mit lebt und mit Daten befüllt wird.

00:04:51: Wie zum Beispiel jetzt reden wir schon über Anker, z.B.

00:04:54: die sensorische Anker... Und das sind alles Daten, die dann automatisiert ins BIM-Modell überspielt werden können.

00:05:01: Und dasselbe auch jetzt Roboter, die zum Beispiel automatisiert Berichte schicken und das kann alles zurück ins Modell überspielen werden.

00:05:11: Und dann in zwanzig, dreißig Jahren kann sich jeder anschauen falls es etwas ist.

00:05:16: Okay was wurde wann gemacht?

00:05:24: Das heißt also das was Sie in der Vergangenheit gemacht haben hilft Ihnen bei Ihrer jetzigen Arbeit mit dem Bau-Baut ungemein.

00:05:30: Eindeutig!

00:05:31: Also ich war so glücklich dass ich immer die Möglichkeit hatte Sachen zu machen die dann in meiner nächsten Tätigkeit mich weiter unterstützt hatten und BIM war einer von denen weil BIM ist auch über Optimierung und Steigerung der Effizienz auf der Baustelle in Bauwesen, weil Bau ist leider Gottes wirklich die wahrscheinlich die konservativste Branche auf der Welt.

00:05:59: Und da läuft vieles nicht so wie es laufen sollte.

00:06:03: und auch BIM und jetzt auch die Robotik das sind alles Sachen die dazu führen dass man die Baustellen und die Prozesse und besser macht.

00:06:15: Und Beam ist von der Planungsseite, Datenmanagement und die Roboter was für mich besonders sehr wichtig ist.

00:06:22: wir machen die Arbeit menschenwürdig weil Boren ist aus meiner Sicht nicht einer menschen würdige Arbeit.

00:06:29: also es hat dann mehrere Aspekte, Beam ist eher Planung, Effizienz und mit Robotern im nächsten Schritt natürlich auch den Menschen die Arbeit leichter zu

00:06:40: machen.

00:06:41: Ja und die noch zu entlasten?

00:06:42: Also schauen wir nochmal auf den Guinness Weltrekord, drei tausend siebenhundert siebzehn Bohrlöcher in vierundzwanzig Stunden.

00:06:51: Das wird ein Mensch nicht schaffen oder wenn er es schafft muss er danach definitiv zum Autopäden gehen oder?

00:06:57: Eindeutig!

00:06:57: Wir haben auch verschiedene Tests gemacht wo wir wirklich mensch versus Maschinertests gemacht haben Und dass das für den nicht ging.

00:07:07: Auch von manchen Baustellen einen direkten Vergleich, wo ein Mensch ca.

00:07:11: hunderthundertreißig Löcher pro Tag boren kann und das auch nur an dem Tag.

00:07:15: also die dreitausend über drei tausend siebenhundert Löcher.

00:07:19: Das war eine unglaubliche Leistung und ich muss sagen selber nicht geglaubt, dass wir es wirklich auch schaffen so viele Löcher in den vierundzwanzig Stunden zu bohren.

00:07:32: Unser Ziel war ein bisschen niedriger aber der Roboter hat unsere Erwartungen getroffen und ganz stark.

00:07:39: also das ganze Team war sehr stolz nachher.

00:07:44: und Aber das wichtigste war wahrscheinlich aus dem, dass Wir sind am Anfang Und wir können schon sowas schaffen.

00:07:54: Das zeigt nur was noch möglich ist und wohin wir uns bewegen.

00:07:58: Also dieses Guinness-Weltrekord war wirklich nur als unser Start, um zu zeigen das wir können und wo die Richtung geht weil es wird noch besser und ich bin mir sicher werden in Zukunft auch unsere eigene Weltrekord noch deutlich überholen.

00:08:16: Da dürfen wir sehr gespannt sein!

00:08:18: Das wird wahrscheinlich bei Ihren Kunden sehr gut ankommen.

00:08:21: für viel Aufmerksamkeit Sorgen, ein solcher Weltregard.

00:08:25: Sie haben ja verschiedene gute Argumente einfach durch ihre Aktivitäten auf den Baustellen.

00:08:31: eine war zum Beispiel im Engelberg Tunnel bei Leonberg.

00:08:35: da waren gleich drei Bauberts im Einsatz und haben über neuntausend Bohrlöcher gesetzt.

00:08:40: nichtsdestotrotz tunnelprojekte an sich sind schon was herausforderndes.

00:08:43: warum eigentlich?

00:08:45: genau das hängt von tuner ab.

00:08:48: Wir haben schon in mehreren Tunneln geboren und jeder hat seine eigene Herausforderungen.

00:08:54: Der Engelberg-Tunnel war unser erster Großtunnelinsatz mit drei Robotern gleichzeitig, da haben wir wirklich verschiedene.

00:09:03: Da fängt die erste Herausforderung schon bei der Planung weil sehr komplexe Geometrien im Tunnel also keine Gerade.

00:09:12: alles ist gekrümmt oder in eine Kurve und hat Neigung.

00:09:17: Somit gibt es sehr wenige Referenzpunkte.

00:09:22: Die Datenerstellung und die Programmierung von Roboter, das ist schon die erste große Herausforderung überhaupt zu den Daten zukommen so dass der Roboter weiß wo er bohren soll.

00:09:32: Und dann bei dem Einsatz... Den Roboter isst es grundsätzlich egal ob er im Tunnelbord oder nicht.

00:09:39: Das ist auch der Vorteil haben wir aber im Engelberg-Tunnel die eine Seite unter laufenden Verkehr gemacht zum Beispiel.

00:09:47: Und das war schon eine große Herausforderung auch für unsere Operatoren, dass man unter diesen Bedingungen dort arbeiten kann.

00:09:56: bzw dann in der zweiten Phase war der Tunnel noch von zehn in der Nacht bis fünf in der Früh gesperrt wo wir arbeiten könnten.

00:10:04: also alles wurde in den Nachtschichten gemacht.

00:10:07: Also das sind die Herausforderungen.

00:10:10: Ein anderer Tunnel in Österreich, der ist ca.

00:10:13: ca.

00:10:13: mit dem Mittebohren.

00:10:18: Unser Abschnitt war ca.

00:10:21: im Tunnel ca.

00:10:22: etwa.

00:10:22: Und dann muss man jeden Tag ins Tunnel rein, aber nicht mit Auto.

00:10:28: Das war ein Bahntunnel, also man musste zum Beispiel mit Fahrrad... täglich fast zwei Stunden hin und her fahren, um zum Einsatzort zu kommen.

00:10:37: Also es sind wirklich verschiedene Herausforderungen die die Tunnel-Baustellen so allgemein speziell machen.

00:10:46: Und wir freuen uns auch jetzt eben einen Auftrag bekommen für weiteren Tunnel in Österreich ein Straßentunnel also ähnlich wie Engelberg wo wieder über Zehntausend Löcher

00:10:58: wohnen werden.

00:11:05: Das wird sich sehr spannend an und offenbar schaffen sie diese Herausforderung ja auch immer zu meistern.

00:11:11: Und wenn es mit dem Rad ist, um zum Einsatzort zu kommen aber es gelingt am Ende!

00:11:16: Ich habe übrigens gehört Sie geben Ihren Bauberts Namen.

00:11:18: Ist das eigentlich richtig?

00:11:19: Haben die Namen?

00:11:20: Ja jeder von unseren Robotern hat Namen.

00:11:24: Was sind das für Namen?

00:11:25: Es sind meisten Namen von Märchen Also Märchennamen.

00:11:30: angefangen haben wir Mit den Frozen Zeichentrickfilm Also von dort haben wir Anna und Sven.

00:11:38: Und jetzt haben wir Dori zum Beispiel Nemo, Maria Pablo, Markus Sigi also... Es ist unglaublich wie das eigentlich mit den Menschen dann gut funktioniert.

00:11:54: Wenn wir den Roboter Namen vergeben, dann nennt man die RoboterNachdenamen Mann.

00:11:59: Obwohl es nur Roboter sind, jeder Roboter hat ein bisschen andere Typen und manchmal verhält sich ein bisschen anders.

00:12:06: Und wir müssen sagen dass das wir schon manche Roboter sogar anhand Verhalten nach Namen benennen können also... Es macht eindeutig auch die Arbeit wesentlich leichter wenn wir so leicht merkbare Namen haben.

00:12:23: Das klingt spannend.

00:12:24: Und Sie helfen der Branche insgesamt, das kann man durchaus sagen, denn in der Baubranche ist ein ganz großes Thema der Fachkräftemangel und wenn es dann den Baubau gibt, der automatisiert so viele Löcher bohren kann, dann unterstützen sie auch die Branche.

00:12:41: Ist das richtig?

00:12:42: Die Arbeit auf Baustelle menschenwürdig zu machen Das habe ich in meinem Leben sehr oft gesehen, wie ich auf Baustellen war.

00:12:49: Die Bedingungen unter denen die Leute bestimmte Arbeiten ausführen ist wirklich nicht menschenwürdig.

00:12:57: Besonders wenn man es dann selber ausprobiert und man sieht das sind alles Leute die dann mit Fünfunddreißigvierzig Mit kaputten Gliedern usw.

00:13:07: sind Und dass da ist eindeutig eine Lösung Wie wir dagegen Wirken können.

00:13:13: Und Fachkräftemangel ist auch ein großes Thema.

00:13:18: Unsere Kunden sehen das und es ist, ich muss sagen, es ist nicht nur in Europa, aber Anfragen aus Südamerika Brasilien wo auch Menschen nicht mehr auf die Baustelle gehen wollen und schwer arbeiten wollen.

00:13:32: also dass dieser Wechsel von der Mentalität von Menschen ist eindeutig Derzeit, Zukunft wird sicher noch weitere Möglichkeiten bringen.

00:13:48: Ist etwas was den Baustellen wirklich hilft um unseren Kunden und den Menschen das Ganze besser zu machen.

00:13:54: ja weil er haben es auch oft auf Baustellung gesehen.

00:13:58: die Leute die den Roboter im Einsatz gesehen haben wir sind so sicher die werden nie wieder Maschinen in die Hand nehmen Bohrmaschine und Boren Die haben gesehen Es geht auch anders.

00:14:09: also Wir führen auch so durch Vorbild eigentlich den Menschen zu, dass es schon heute Möglichkeiten gibt die Arbeiten auch anders zu machen.

00:14:21: Das heißt das geht schneller, es geht sicherer und es geht präziser.

00:14:24: und das ist ja jetzt schon der Stand der Dinge.

00:14:26: wenn wir mal nach vorne schauen in fünf Jahren wo sehen Sie denn da die Möglichkeiten und Chancen auf der Baustelle mit dem Fischer-Bauboard?

00:14:35: Wir werden sicher auch andere Applikationen schon bewältigen als Bohren.

00:14:42: Wir werden sicher dubelsetzen können und dann schauen wir noch in welche Richtung wir gehen.

00:14:48: bezüglich andere Applikationen, ich vermute wir werden im ersten Schritt die Arbeiten zu nehmen Auch so wie Bohren sehr körperlich anstrengend sind, wie zum Beispiel Schleifen, Rillen, Einfräsen, Betonschneiden oder ähnliche schwere Arbeiten.

00:15:07: Und was wir auch sicher machen werden ist Wir werden neue applikationsspezifische Roboter entwickeln und wirklich die Baustelle zu automatisieren dass da zehn Roboter kommen und alles erledigen wahrscheinlich in fünf bis zehn Jahren sogar inklusive Montage von den Anbauteilen.

00:15:27: Also wenn man sieht, wie schnell wir zu dem gekommen sind was wir jetzt haben in fünf Jahren kann das alles noch weiter sein und wesentlich mehr abdecken.

00:15:40: Das wird sich sehr spannend an mit Blick in die Zukunft.

00:15:43: ich kann mir auch gut vorstellen wenn Sie an einer Baustelle vorbeigehen dann denken sie doch wahrscheinlich immer mein Gott hier müsste der Bauwart dran oder?

00:15:49: Immer!

00:15:51: Das war eigentlich in meinem ganzen Berufsleben, weil ich irgendwie mit Baustellen verbunden, somit jedes Mal wenn ich bei einer Baustelle vorbei fahre, verbinde ich es automatisch mit meiner Arbeit und jetzt umso mehr.

00:16:06: Wenn wir bohren, dann schaue ich mir das immer an und denke mir ja genau da sollte ein Roboter hin!

00:16:12: Das wäre ideal für unsere Anwendung also eindeutig ja.

00:16:19: Und ideal auch für ihr Unternehmen, für den Fischer Baubott der weltweit im Einsatz sein kann.

00:16:26: Wir sind wirklich gespannt was da in Zukunft noch alles kommen kann und kommen wird mit dem Fischer-Baubot auf den Baustellen weltweit.

00:16:34: Herr Kral herzlichen Dank für das Gespräch!

00:16:37: Ob neuntausend Bohrlöcher im Tunnel oder ein Weltrekord in vierundzwanzig Stunden, sie haben uns auf jeden Fall gezeigt was möglich ist wenn Robotik und Befestigungstechnik zusammenkommen.

00:16:47: Und wir wünschen Ihnen und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf die nächsten Baustellen, die der Baubott erobern wird!

00:16:55: Allerdings zum Baubot und zu seinen Arbeiten finden Sie in unseren Shownotes Danke fürs Zuhören und Ihnen Herr Krall besten Dank für Ihren Besuch bei Fischer Highlights!

00:17:07: Bitte bitte und wer keine Folge mehr verpassen möchte, der kann gerne unseren Kanal abonnieren.

Über diesen Podcast

fischer Highlights – spannende Geschichten vom Weltmarktführer fischer, dem bekannten deutschen Familienunternehmen.

von und mit Unternehmensgruppe fischer

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